Rheinfelder Tafel e.V.
Rheinfelder Tafel e.V.
Mit vollen Händen gaben die Gäste Landrätin Marion Dammann übergab Vereinsvorsitzendem Helmut Moser einen Geschnkkorb mit guten Dingen aus dem Kreisgebiet

BZ 22. Juni 2015

Solidarität gibt es um jeden Preis

10 Jahre Tafelverein / Anerkennung für Helfer und Spender.

 

RHEINFELDEN. Die Einrichtung einer Tafel für notleidende Menschen gehört zu den hilfreichen Initiativen. In der Großen Kreisstadt bewährt sich dieses bürgerschaftliche Engagement seit zehn Jahren. Ist das Grund zum Feiern?, fragten sich beim Geburtstagsfest am Freitag Redner angesichts der gesellschaftlichen Ambivalenz des Themas. Die Antwort fiel eindeutig aus: Ja. Es wäre wünschenswert, wenn es keine Tafeln geben müsste. Weil dies aber illusorisch ist, gebühre Dank all jenen, die mit Lebensmitteln, Geld, Zeit und Arbeit die Einrichtung unterstützen.

Mit dem Jugendhaus im Tutti-Kiesi fand sich der passende Ort, um überzeugend zu zeigen, was Solidargemeinschaft heißt: Das Jugendreferat unterstützte den Abend, die Hip-Hop-Gruppe, die dort probt, verwandelte sich in ein Serviceteam, denn es wurde auch getafelt. Für den Verein stellten sich Juliane Steinegger und Betty Lucia an den Herd mit eindrucksvoller Menüfolge für 80 Gäste. Die waren zwar nicht des Essens wegen gekommen. Das bot aber, wie auch der Auftritt des Freiburger Impro-Theaters "die Mauerbrecher" einen passenden und verbindlichen Beitrag. Den Gästen war dabei mit dem Vorsitzenden Helmut Moser klar: "Wir feiern nicht, dass es den Tafelladen gibt, sondern sagen Dankeschön allen, die sich tagtäglich einbringen und wertvolle unwiederbringliche Zeit spenden". Ohne die Unterstützer wäre "der Tafelladen eben nur ein Gedanke".

 


Tun mit Wirkung
40 Ehrenamtliche helfen in der Nollinger Straße mit, den Ausgleich herzustellen zwischen Mangel und Überschuss, und praktizieren damit das Prinzip der Tafel. Helmut Moser zeigte sich stolz auf das Geleistete und dankbar für den Einsatz der Mitstreiter, von denen einige zu Helfern der ersten Stunde gehören, auch Ladenleiter Harald Höhn, ist ein Mitbegründer. "Jeder, der sich beteiligt, kann sicher sein, dass sein Tun direkte Wirkung hat", würdigte der Vorsitzende die Arbeit. Weil die Zahl der 450 Kunden nicht weniger werden wird, hält der Vorsitzende die Tafel weiter für wichtig, damit Menschen, die arm sind, ihre Würde behalten.

Beitrag zur Stadtgesellschaft
Oberbürgermeister Klaus Eberhardt würdigte die Arbeit als "Beispiel für eine ausgewogene Form des Zusammenlebens", die Philosophie, die dahinter stehe "passt gut zur Stadt". Er bezeichnete die Tafel als "Zeichen der Verantwortung", die den Nerv der Zeit treffe und einen "Beitrag zur Stadtgesellschaft" leiste. Das dezentrale Konzept trage zur Bindung bei. Deshalb stellen zehn Jahre "Verlässlichkeit und Vertrauen in Hilfeleistung dar". Bundesweit sind 60 000 Helfer in 300 Tafeln im Einsatz und tragen zum Erfolg bei.

Appell zum Weiterspenden
Für den Landkreis sagte Landrätin Marion Dammann Dank. Sie schlug einen gedanklichen Bogen zwischen dem Tafelladen, in dem Freiwillige dafür sorgen, dass Kunden die Speisen appetitlich angeboten werden. Dadurch können manche Kunden, die es "nicht in ein renommiertes Geschäft schaffen" dann Zuhause doch Tafeln. Die Tafel beweise, dass ihr "die Not der anderen nicht egal" sei. Zehn Jahre seien Grund zum Feiern, weil hier Menschen sind, die sich um andere kümmern. Obwohl die Arbeitslosenquote im Kreis bei 3,4 Prozent liege, gebe es viele Alleinerziehende, Menschen mit Niedrigrenten, die nicht am Wohlstand partizipieren. "Wir können nur Not lindern". Dammann appellierte, mit dem Spenden nicht nachzulassen, um "menschenwürdiges Leben selbst gestalten zu können". Sparkassenfilialchef Klaus Schäuble folgte dem Aufruf gleich mit einem gut gefüllten Sparschwein.

 

Rheinfelder Tafel

Das Ladengeschäft an der Nollinger Straße 7 hat der gemeinnützige Verein im Juni 2005 eröffnet.

Der 2004 gegründete Verein unter Vor sitz von Helmut Moser verteilt Lebensmittel an Menschen in Notlagen. Die Tafel sammelt bei inzwischen 25 Lebensmittelbetreiben zwischen Grenzach-Wyhlen und Schwörstadt Lebensmittel ein. Die Waren werden gegen ein kleines Entgelt (maximal 20 Prozent des Warenwert) abgegeben.

Einkaufen dürfen Personen mit Kundenausweis, deren monatliches Gesamteinkommen unter 900 Euro liegt.

Kontakt:
rheinfelder-tafel@t-online.de, Infos: http://www.rheinfelder-tafel.com  

 

Der Vorstand der Tafel: Gertrud Weymann (von links), Andreas Isele, Monika Bödeker, Helmut Moser, Cornelia Rösner, Harald Höhn, Regine Haschock, Paul Balint und Josef Gyuricza. Foto: Martina Proprenter

 

 

19. Februar 2014 BZ

Tafel macht wieder Plus

Die gemeinnützige Organisation versorgt 50 000 Kunden pro Jahr mit günstigen Lebensmitteln.

 

RHEINFELDEN. Seit der Gründung vor neun Jahren versorgt der Tafelladen zahlreiche Bürger in der Stadt und Grenzach-Wyhlen. Über ein erfolgreiches Jahr mit einigen Schwierigkeiten sprach Vorsitzender Helmut Moser bei der Hauptversammlung am Montag. Die Zahl der Lebensmittelspenden ist konstant hoch, die Kundenzahl hat zugenommen.

"Eine der größten sozialen Bewegungen unserer Zeit", nennt Moser die Arbeit der 950 Tafeln bundesweit. War die Kundenzahl über lange Jahre konstant, steigt sie jetzt deutlich. Festgestellt hat Moser zudem, dass vermehrt Kunden ohne Berechtigung und auch ohne Geld im Laden erscheinen. "Bei uns geht aber keiner aus dem Laden, ohne etwas zu bekommen", deutet er an, wie mit der Problematik umgegangen wird, und verweist darauf, dass beobachtet werden müsse, ob dies öfter vorkommt. Falls ja, wird darauf reagiert werden müssen. Die Ein-Euro-Gutscheine, die von sozialen Einrichtungen ausgegeben werden, werden jedenfalls gut angenommen.

Die Außenwirkung des Tafelladens wird als gut betrachtet, in Verbindung mit anderen Tafelläden im Umkreis, mit denen ein reger Austausch von Informationen und Lebensmitteln stattfindet, aber auch mit der Bevölkerung. "Sponsoring und Akzeptanz sind überdurchschnittlich" gut, freute sich Moser. Besonders die regelmäßigen Lebensmittelspenden, die von Firmen des Lokalen Bündnisses geleistet werden, würden ungemein helfen. 2013 kamen zwei Tonnen Lebensmittel zusammen. Darüber hinaus spenden viele Privatpersonen, aber auch Firmen und Organisationen, vermehrt auch aus Grenzach-Wyhlen.


Angedacht ist ein Glasdach am Eingang, damit Kunden, die stets in langer Schlange warten, bei schlechter Witterung nicht mehr im Regen stehen. Voraussichtlich in drei Wochen soll dieses angebracht werden.

Ladenleiter Harald Höhn freute sich, dass die Ziele für 2013 alle erreicht wurden: eine Wasserrinne am Dach, die Verschönerung des Verkaufsraums und Arbeiten an der Elektrik. Das Verhältnis im Team sei gut, auch an Heiligabend und Silvester standen Ehrenamtliche parat. Beliebt ist die Tafel nach wie vor bei Schülerpraktikanten und als Möglichkeit, Sozialstunden abzuleisten. "Richtig professionell" sei auch die Schülerfirma der Eichendorff-Schule, wie Höhn anerkennend erzählte. Allerdings ändere sich der Umgangston im Laden, noch sei die Freude bei den ehrenamtlichen Helfern groß, großer Andrang bedeute aber auch weniger Möglichkeit, mal Pause zu machen.

Finanziell steht die Tafel gut da, wie Kassierer Andreas Isele bescheinigte, seit langem konnte die Tafel erstmals wieder mit einem Plus das Geschäftsjahr abschließen.

423 Ausweise sind ausgestellt, davon 50 im Übergangsheim in der Schildgasse. Pro Jahr werden so bis zu 50000 Kunden mit Lebensmitteln versorgt.

Mitglieder: 70 und fünf Firmen.

Personal: 35 Ehrenamtliche (plus fünf), davon 70 Prozent seit über fünf Jahren dabei.

Kontakt: Ladenleiter Harald Höhn, 07623/966378.
http://www.rheinfelder-tafel.com


 

 

 

Bürgerstiftung zeichnet den Tafelladen aus 2013

 

Helmut Moser (rechts) nimmt für die Rheinfelder Tafel den Bürgerpreis von Stiftungsratsvorsitzendem Rainer Liebenow entgegen.  Foto: Ingrid Böhm-Jacob

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